Auch 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriehgs wirft diese dunkle Epoche immer noch viele Fragen auf. Recherche-Dienste unterstützt bei der Erforschung und Aufarbeitung der NS-Zeit – für wissenschaftliche Forschungsprojekte und Publikationen ebenso wie für kulturelle, museale oder Bildungseinrichtungen und -veranstaltungen.
„War Opa ein Nazi?“
Die Erforschung der eigenen Familienvergangenheit bringt Licht in alte “Familienlegenden”. Diese stammen oft aus Erzählungen bereits verstorbenen Familienmitglieder, die man nicht mehr fragen kann, oder aus alten Tagebüchern und Feldpostbriefen.
– War mein (Ur)Opa ein Nazi, und wenn ja, wie schlimm?
– Was haben Großtante Erika und Großonkel Erwin „damals“ so
getrieben?
– Wieso hat Onkel Karl nie über den Krieg gesprochen?
– Einer meiner Vorfahren soll von den Nazis verfolgt worden sein, aber warum – und stimmt das überhaupt?
– Meine Vorfahren haben in Deutschland gelebt, sind aber vor/während/nach dem Krieg emigriert. Kann man hier etwas finden?
Recherche-Dienste unterstützt Sie bei einer professionellen und gründlichen Familienrecherche, die klärt, ob Ihre Vorfahren Täter, Opfer oder Mitläufer waren.
Personenbezogene Unterlagen aus der NS-Zeit
In der Abteilung Deutsches Reich des Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde lagern unter anderem die Bestände des ehemaligen Berlin Document Center (BDC) der US-Armee. Hier finden sich zum Beispiel die beiden NSDAP-Mitgliederkarteien (Gau- und Zentralkartei). Etwa 85% der Parteimitglieder sind darüber nachweisbar.
Auch Parteikorrespondenzen, Personalbögen, Akten des Obersten Parteigerichts und Aufnahmeanträge sind überliefert. Dazu kommen Unterlagen zur SA, zur SS, Waffen-SS, die Personalakten des Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS (RuSHA), der Polizei, der Einwanderzentralstelle (EWZ), der Reichskulturkammer (RKK) und anderen NS-Organisationen wie dem NS-Lehrerbund (NSLB) und der Reichsärztekammer (RÄK).

In einigen Teilbeständen finden sich mitunter umfangreiche Akten mit ausführlichen Fragebögen, Lebensläufen, Fotos, militärischem und zivilem Werdegang, Parteitätigkeiten, Auflistungen von Vorfahren und medizinischen Fragebögen und Untersuchungen.
Weitere Bestände, wie das NS-Archiv des ehemaligen DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) werden sukzessive in die personenbezogenen Sammlungen des Bundesarchivs integriert und in die Recherche miteinbezogen.

Gerichts- und Justizakten
Gerichtsakten, etwa des Reichs- oder Volksgerichtshofs, sowie Akten der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) können bei der Aufklärung von erlittenem Unrecht durch den NS-Staat hinzugezogen werden.
Dies gilt besonders für Akten, die die Entrechtung und Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung dokumentieren, beispielsweise die Dokumente der „Vermögensverwertungsstelle“ beim Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg.
Entnazifizierungsakten
Die Archivbestände der sogenannten Entnazifizierungs- bzw. Spruchkammerakten werden von den jeweiligen Landes- bzw. Staatsarchiven verwahrt. Spruchkammerverfahren wurden in den drei westlichen Besatzungszonen durchgeführt. Alle Mitglieder der NSDAP oder anderer NS-Organisationen mussten sich vor den Spruchkammern verantworten, aufgrund zahlreicher Amnestien wurden jedoch insgesamt lediglich etwa 950.000 Personen angeklagt.
Lokale Archive und Akten im Ausland
Häufig und bei Recherchen zu Unrecht vergessen werden die zahlreichen Stadt- und Kreisarchive sowie Meldeämter. Dasselbe gilt für im Ausland vorhandene Informationen. Zum Beispiel wenn es um Personen geht, die in Gebieten geboren wurden, die seit 1945 nicht mehr zum deutschen Staatsgebiet gehören.
Wehrmachtsunterlagen
Bei einer personenbezogenen Recherche zu Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes (RAD), der Wehrmacht oder der Waffen-SS sollten die militärischen Bestände (siehe: Zweiter Weltkrieg) hinzugezogen werden, da insbesondere die Zentrale Personenkartei und die Unterlagen zur Kriegsgefangenschaft Hinweise auf die Tätigkeit in NS-Organisationen geben können.
Bei Interesse an einer Recherche schicken Sie mir gerne eine Nachricht.